
Erfahre alles, was du über den BIPRO Hub wissen musst
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Häufig gestellte Fragen
9 Treffer
Für wen wird der Hub angeboten?
Jeder kann jederzeit mitmachen.
Ist die Teilnahme am Hub für BIPRO Mitglieder freiwillig?
Die Teilnahme am Hub ist vollkommen freiwillig und steht allen BIPRO Mitgliedern offen.
Sind die Consumer die MVP-Anbieter oder die Vermittler?
Consumer können sowohl MVP-Anbieter als auch Vermittler sein, sofern sie ein eigenes MVP (Maklerverwaltungsprogramm) haben.
Was bietet der Hub?
Der BIPRO-Hub ist das zukünftige neutrale Ökosystem der Assekuranz. Er ist die zentrale, neutrale Datenaustauschplattform für die Versicherungsbranche. Er ermöglicht es Versicherern (Providern) und ihren Partnern wie Maklern, Pools oder Vergleichsplattformen (Consumern), standardisierte BIPRO-Services bereitzustellen und zu nutzen – ohne dass jedes Unternehmen individuelle Punkt-zu-Punkt-Schnittstellen entwickeln muss. Dies bedeutet: Weniger Schnittstellen und geringere Integrationskosten, standardisierter Datenaustausch nach BIPRO-Normen, Konvertierung verschiedener Norm-Releases (z. B. unterschiedliche BIPRO-Versionen), höhere Datenqualität durch Validierungs- und Zusatzdienste, schnellere Einführung neuer Services (Time-to-Market) und zentrale Betriebs- und Supportprozesse.
Was treibt uns an und welche Ziele verfolgen wir?
Die Etablierung des Hubs als Ökosystem der Assekuranz. Förderung der Marktdurchdringung digitaler Prozesse. Stärkung der Verbreitung und Akzeptanz von Standards im Markt, was zu Effizienzsteigerungen für alle Beteiligten führt. Erhöhung der Umsetzungsgeschwindigkeit: Schnellere Bereitstellung von Lösungen und Services, um die „Time-to-Market“ von z. B. effektiveren Prozessen und neuen Business-Cases zu verkürzen.
Welche Chancen bietet der bereits vorhandene BIPRO Hub für mich als BIPRO Dienstleister und wie kann ich diese optimal nutzen?
Der Hub fördert die Interessen der Dienstleister und unterstützt die gesamte Community. Er dient als zentrale Lösung, die allen Beteiligten zugutekommen soll. Auch wenn es gewisse Überschneidungen mit den Tätigkeitsfeldern einiger BIPRO Mitglieder gibt (z. B. Mapping), bietet der Hub einen erheblichen Mehrwert: Er beschleunigt die dringend notwendige Digitalisierung der Prozesse der Versicherungspartner und bringt dadurch großen Nutzen für die gesamte Branche. Für Dienstleister eröffnen sich dadurch wiederum ebenfalls neue Möglichkeiten, innovative Leistungen neu zu entwickeln und bestehende Services weiterhin erfolgreich anzubieten. Die Anbindung an den Hub nach BIPRO Standards wird weiterhin durch Dienstleister ermöglicht, wodurch deren Rolle und Bedeutung weiter gestärkt wird.
Welche Rolle spielt die BIPRO Service GmbH?
Die BIPRO Service GmbH wurde 2021 als Tochterunternehmen des BIPRO e.V. gegründet. Sie bietet rund um die Normierung des BIPRO e.V. Service an, wie z. B. Schulungen oder den BIPRO Hub. Im BIPRO e.V. werden gemeinschaftlich fachliche und technische Normen zur Optimierung unternehmensübergreifender Geschäftsprozesse für die Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche entwickelt. Diese Normen bilden das Fundament für die Servicebereitstellung im BIPRO Hub. Hier werden einheitliche digitale Dienste von Versicherungsunternehmen für ihre Partner, insbesondere Vermittler, auf einem zentralen Marktplatz angeboten. Dies geschieht auf Basis einer nativen IT-Cloudinfrastruktur.
Wie kann ich mich im Hub engagieren?
Es gibt zwei Möglichkeiten, am Hub teilzunehmen: Als Provider und Consumer kannst du dich als Teilnehmer engagieren und aktiv die Entwicklung des Hubs mitgestalten. Dabei hast du die Möglichkeit, Themenfelder, in denen Services angeboten werden, wie z.B. 430.x Bestandsdatenübermittlung, selbst mitzuentwickeln und zu nutzen. Alternativ kannst du als reiner Nutzer teilnehmen. In diesem Fall kannst du die von den Betreibern zur Verfügung gestellten Services erwerben.
Wie wirkt sich der Hub auf das Geschäftsfeld der Pools aus?
Der Hub unterstützt und erweitert die Geschäftsfelder der Pools. Einzelmakler profitieren indirekt, da der Pool sich an den Hub anschließen kann und die durch den Hub geschaffenen Prozesseffizienzen an seine Makler weitergibt. Dadurch entstehen neue Chancen und Mehrwerte für alle Beteiligten.
Arbeitet die BIPRO Service GmbH als Koordinator mit Partnerunternehmen z.B. Dienstleistern zusammen, um den Hub zu betreiben?
Ja, derzeit arbeitet die BIPRO Service GmbH mit einem Subunternehmen zusammen. Dies ist die Firma Fincon Reply GmbH. Fincon Reply stellt die Konverter-Servicefunktion in dem Stack Bestand bereit.
Die Anbindungen an den Hub seitens Provider und Consumer sind doch zu meinen bisherigen bilateralen Anbindungen nur weitere Schnittstellen, oder?
Ja, zu Beginn hat man durch eine Anbindung an den Hub einen Parallelbetrieb. Daher müssen schnell und konsequent die bilateralen Verbindungen abgeschaltet werden. Anfangs ist dies natürlich ein zusätzliches Investment, aber später wird ein hoher Nutzen generiert durch die Anbindung vieler Teilnehmer an den Hub. Die bisherigen bilateralen Anbindungen werden dann obsolet.
Erhalten die Provider die Testprotokolle der Convertertests für ihre Nachweispflichten der VAIT?
Die Testprotokolle können auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.
Inwiefern benötigen Provider und Partner noch eine normierte Schnittstelle bzw. normierte Prozesse, um sich an den Hub als „einzige“ Datendrehscheibe anzubinden?
Anbieter (Provider) und Partnerunternehmen der Anbieter (Consumer) müssen weiterhin „BIPRO sprechen“. Der Hub ist nicht als Ersatz der BIPRO Normen gedacht. Wir halten es nach wie vor für äußerst wichtig, dass sich Provider und Consumer mit den BIPRO Normen auseinandersetzen, um Prozessoptimierungspotenziale zu nutzen. Der Hub dient lediglich als Datendrehscheibe. Die Entwicklung der Normen sowie der Schnittstellen innerhalb der Unternehmen bleibt davon unberührt. Der Hub ist letztlich ein „Accelerator“ der BIPRO-Normen.
Kann ich meine proprietäre Schnittstelle über den Hub in BIPRO umwandeln lassen?
Nein. Im Bereich der 430.x (Stack Bestand) werden ausschließlich BIPRO Standards geliefert. Es werden derzeit seitens der Provider die Normreleases 2.6 ff. auf 2.8.x als Konvertierung hin zu den Consumern angeboten.
Laufen alle Requests/Responses über den Hub? Wie wird verhindert, dass der Hub je nach Traffic zum Bottleneck wird?
Ja, alle Requests/Responses zum abonnierten Service laufen über den Hub. Da der Hub inklusive des Konverters in der Azure Cloud läuft, kann sehr gut skaliert werden.
Macht die Nutzung des Hubs die eigene BIPRO Normierung im Unternehmen obsolet?
Nein, der Hub ist nicht dafür gedacht, proprietäre Schnittstellen in BIPRO Services umzuwandeln. Versicherungen müssen sich mit BIPRO konformen Schnittstellen anbinden und die Partnerunternehmen müssen diese Services über eine eigene BIPRO Schnittstelle konsumieren. Der Hub soll die Umsetzung von BIPRO Normen im Markt fördern.
Setzen die Konverter immer eine RClassic-Schnittstelle beim Provider voraus?
Die Provider müssen einen RClassic Service in Release 2.6 oder höher anbieten, um sich an den Hub anschließen zu können.
Welche Services werden bereits über den Hub angeboten und was ist in Planung?
Zu den bereits angebotenen Services gehört seit Dezember 2023 die Norm 430.x (RClassic). Damit werden die Sparten Sach/Komposit/KfZ sowie die Leben-Sparten LV/KV umgesetzt. Im Bereich Bestand werden insbesondere die in der DIOPLUS BDÜ definierten Netto-Daten übertragen. Darüber hinaus können über den Hub unter anderem die Maklerpost, die Vermittlerabrechnung, Störfälle und Schadendaten übertragen werden. Weitere Normen wie 490.x (Maklermandat) sind in Umsetzung. Zudem befindet sich RNext Schaden ebenfalls in der Umsetzung und das Themenfeld 500.x, insbesondere 502 – Vertragsservice, soll zu Beginn 2027 angeboten werden.
Welchen Nutzen hat der Konverter und was wird konvertiert?
Alle Consumer senden ihre Anfragen an die Provider in der aktuellen Version, aktuell 2.8.10. Diese Requests werden anschließend in die Version umgewandelt, die in den API-Einstellungen des jeweiligen Providers definiert ist. Die Antwort des Providers wird auf dem gleichen Weg zurück in die Version 2.8.10 konvertiert. Grundsätzlich bedeutet das, dass sowohl der gesamte Request als auch der gesamte Response konvertiert werden.
Welches Authentifizierungsverfahren wird für den Datenaustausch zwischen Providern und Consumern eingesetzt?
Es ist mit den Teilnehmern abgestimmt, das Authentifizierungsverfahren der easy-Login GmbH zu nutzen. Es ist aber auch möglich, die providerspezifischen STS-Services zu nutzen.
Wie erfolgt der Zugriff auf die Daten der Provider?
Hierbei wird ein API-Key zur Authentifizierung des Consumers beim Hub verwendet. Zwischen Hub und Provider können verschiedene aktuelle Verfahren vereinbart werden, mit denen sich der Consumer beim Provider authentifizieren kann.
Wie geht der Hub damit um, dass VUs derzeit im Markt die BIPRO Norm unterschiedlich umgesetzt haben?
Alle 430-Normen-Umsetzungen der Teilnehmer im Hub wurden „gescreent“ und damit unnötige Individualitäten (VU-Spezifika) eliminiert sowie unnötige Daten, die Consumer gar nicht nutzen, gekennzeichnet. Damit gibt es für die Consumer ein einheitliches „fachliches Bild“ und eine einheitliche Anbindung.
Wie geht die BIPRO Service GmbH mit Fehlern um, die im Hub auftreten könnten?
In der Zeit der Digitalisierung sind Fehler leider nicht immer vollständig zu vermeiden. Unser Anspruch ist es, uns dieser Realität bewusst zu sein und Fehler schnell zu erkennen und zu beheben. Durch ein leistungsfähiges Monitoring-System identifizieren wir Unregelmäßigkeiten frühzeitig und ergreifen proaktiv geeignete Maßnahmen.
Wie kommen die Daten der Provider in den Hub bzw. wie ist die Schnittstelle zu den Versicherern?
Hierfür wird eine von den Providern zur Verfügung gestellte Base-URL verwendet, die im Hub hinterlegt werden muss. Über diese können die Daten dann von den Consumern, nach Vereinbarung zwischen Consumer und Provider, abgerufen werden. Der Hub speichert keinerlei Daten, sondern die Daten werden nur durchgeroutet.
Wie stellt der Hub sicher, dass es keine „Sonderlocken“ mehr gibt?
Der Hub hat die verschiedenen „Dialekte“, die Provider und Consumer im Rahmen von BIPRO sprechen, standardisiert. Insbesondere im Bereich der Norm 430.x gibt es keine individuellen Anpassungen mehr. Der Hub kommuniziert einheitlich über eine wsdl-Datei mit den Consumern.
Wie verhält sich das mit dem Datenschutz, wenn hier die Azure Cloud verwendet wird?
Der Hub speichert über die Durchleitungsdauer hinaus keine personenbezogenen Daten. Über vertragliche Vereinbarungen wird der Datenschutz sichergestellt. Die Azure Cloud ist so eingestellt, dass die Daten in der EU verbleiben.
Wie wird der User/Aufrufer an das Versicherungsunternehmen (VU) weitergegeben?
Wir selbst greifen nicht aktiv in den Prozess ein und die Authentifizierungsdaten werden eins-zu-eins weitergeleitet. Die Übergabe erfolgt ausschließlich über den Request-Token bzw. Security-Token, der die Authentifizierung und Autorisierung sicherstellt.
Es gilt die Aussage der Hub-Teilnehmer, dass es kein transaktionsbasiertes Finanzierungsmodell geben wird. Wie kann und wird sichergestellt, dass es dies auch in Zukunft nicht gibt?
Dies wird über die gemeinsame Governance der Hub-Teilnehmer in Verbindung mit dem Präsidium des BIPRO e.V. sichergestellt. Jedes Unternehmen, das sich am Hub beteiligt, hat nach einer gewissen Höhe seiner Beteiligung Mitsprache- und Beratungsrechte über den gemeinsamen Hub-Beirat, d. h. die Hub-Teilnehmer stimmen gemeinsam Themen mit dem Präsidium des BIPRO e.V. ab. Da dem Präsidium eine paritätische Besetzung von Providern und Consumern inne ist, kann auch nicht eine Marktgruppe gegen eine andere Marktgruppe entscheiden.
Welche Auswirkungen hat der Hub auf die Vereinsmitglieder bzw. den BIPRO e.V.?
Der Hub hat keinerlei Auswirkungen auf die Vereinsmitglieder und den Verein. Der Hub ist ein Geschäftsfeld der BIPRO Service GmbH und finanziert sich autark über die Teilnehmer. Jedes Mitglied des Vereins kann sich aktiv an dieser Community-Lösung (BIPRO Hub) beteiligen. Dies ist wünschenswert, denn je mehr Unternehmen mitmachen, desto schneller steigt der Standardisierungsgrad in der Geschäftsprozess-Kommunikation zwischen „VU/Partner“.
Welche Kosten entfallen beim Provider und Consumer aufgrund der Hub-Nutzung?
Der Hub verfolgt keine Gewinnziele! Für Provider und Consumer fallen in den einzelnen Servicebereichen (Stacks), wie Bestand und Schaden, Betriebskosten an. Diese unterteilen sich in einen jährlichen Grundbeitrag und in die Nutzung der jeweiligen Services/Konverter. Demgegenüber stehen aber der Entfall von bilateralen Anbindungskosten. Bei konsequenter Nutzung und Weiterentwicklung wird somit auch der Entfall der Aufwände für die Bereitstellung des GDV-Datensatzes ermöglicht. Bei weiterer Teilnahme durch Unternehmen sollen die Betriebskosten dauerhaft gesenkt werden.
Wenn ich Interesse daran habe, Teilnehmer zu werden, an wen wende ich mich?
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die BIPRO Service GmbH an Herrn Alexander Kern (alexander.kern@bipro-service.gmbh).
Wer kommt dafür auf, wenn der Hub Verluste einfährt?
Ausschließlich die Teilnehmer des BIPRO Hubs.
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